Kurzinfo


Die Grundliegende Idee bei der Schaffung des Dunklen Reiches war es, eine Gesellschaft zu konstruieren, die durch ihre Andersartigkeit von jedem kurzerhand als “böse” bezeichnet werden kann. Sie war zunächst nur ein Hintergrund für einzelne NSCs, doch die Geschichte entwickelte bald immer mehr Stränge und Verwicklungen und es dauerte nicht lange, da fragten die ersten Spieler an, ob sie sich nicht an diesem Hintergrund beteiligen könnten. Logik-Löcher mussten gestopft werden und nach und nach wurde die Geschichte detaillierter. Zu genaueren Informationen an den meisten Stellen schlag bitte im 40-seitigen Dunklen Playersguide nach.

Die Geographie


Torog Nai ist ganz im Osten der Mitellande zu suchen und fast seine gesammte Westgrenze befindet sich zu Trawonien hin. Allerdings grenzt es auch im Nord-Westen an Thaskar und Terra Nigra. Im Zentrum des Reiches liegt ein gewaltiger Berg, über dessen Hänge sich die Stadt namens Cullam Toroll erstreckt. Sie reicht vom Fuße des Berges bis zu seiner wolkenverhangenen Spitze. Korai Anath ist die Stammprovinz Torog Nais. Sie beherbergt Arkanath, die größte Stadt des Reiches. Arkanath erstreckt sich über eine Hochebene an deren nördlichen Ende fünf gewaltige Basaltsäulen in den Himmel ragen. Auf diesen schwarzen Säulen sind die fünf anerkanntesten Hochakademien in Form von Türmen erbaut. Die Stadt und ihre fünf Säulen ergeben aus einiger Entfernung das Bild einer Hand und deren fünf Finger, die mit dem Handrücken auf dem Erdboden liegt. Sie hält das “Werk”, Arkanath, präsentierend in den Himmel.
Torog Nai ist neben Cullam Toroll und Korai Anath unterteilt in die Provinzen Nai-Ti-Anath, Nai-Ti-Q‹lon, Kur‹Tash, Asraqk Thul, Atrak Dhun, Nagrok, Xarlaan, Torog Karh, Korresh, Kur‹Rak Zhuul, Nai-Ti-Sartesh und Sentarrak.
Siehe dazu auch die Karte Torog Nais.

Grobstruktur


Die allgemeine religiöse Sicht

Die Gemeinschaft der Kinder Barghaans widmet sich grundlegend dem Streben nach Stärke und dem Dienste an der Finsternis, an Barghaan. Das größte Reich, welches sich diesem Streben hingibt nennt sich Torog Nai. Der erste Prophet Barghaans war Askabel. Ihm offenbarte sich die Finsternis. Dies ist niedergeschrieben im “Liber Askabel”. Es beinhaltet das religiöse Gedankengut eines jeden Bewohners Torog Nais. Zum Verständnis der allgemeinen religiösen Sicht ist eine Lektüre des “Liber Askabel” unbedingt erforderlich. Im Vordergrund steht das Streben nach Stärke und somit durchaus auch die Anerkennung von Stärkeren. Das Starke soll über das Schwache triumphieren und nur wahrhaft Starkes soll herrschen. Der Tod im Dienste Barghaans ist keine Schwäche. Wer im Kampf für die Finsternis stirbt oder im Sinn des Prinzips des Stärkeren als schwaches Glied aussortiert wird, geht in die Finsternis ein. Seine Seele kommt in das Kontinuum und wird einmal zurückkehren um noch ein weiteres Mal für die Finsternis zu streiten.

Die allgemeine Philosophie

“Das Starke steht über dem Schwachen” - Solange deshalb in einer Gesellschaft der Starke über dem Schwachen steht, ist dem Wohle aller am Besten gedient, da dadurch die Gemeinschaft insgesamt gestärkt wird. Das Ziel ist einzig die Stärkung der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft der Kinder Barghaans strebt also immer nach der Vervollkommnung der eigenen Stärke. Es ergibt sich daraus zwangsläufig, dass die Kinder Barghaans zum Wohle aller über alle anderen Kreaturen und Völker herrschen sollen. “Das Ziel heiligt die Mittel” - Um die eigene Stärke zu vervollkommnen sind alle Mittel erlaubt, die nicht ausdrücklich im Gesetz Barghaans, dem Jus Fortitudinis, verboten sind. Gegner gezielt von Drogen abhängig machen und dann die Schwäche in einer Fehde ausnutzen; Sklaven in den Haushalt eines anderen einschleusen, die dann in einer Fehde als geheime Waffe benützt werden; Liebhaber, die ihre Liebe gegeneinander als Waffe einsetzen; Gegner gezielt in die Versuchungen des Lichtes führen, etc. “Barghaan ist alles - alles ist eins” - Barghaan ist die ultimative Verkörperung der Vollkommenheit. Andere Glaubensrichtungen werden nicht toleriert, es kann jedoch sein, dass anderen Anbetern der Finsternis, des sogenannten Bösen und anderen vom Licht gejagten Kreaturen die ganze Wahrheit noch nicht offenbart wurde. Auch sie sind willkommen zu heißen in den Reihen der Streiter Barghaans, sollten sie die Großartigkeit Barghaans erkennen. Selbst wenn die Verblendeten auf ihrem fehlerhaften Standpunkt beharren - jedes Kind der Gemeinschaft weiß, dass es nur Barghaan als die Finsternis, als die Vollkommenheit gibt und so streiten auch Unwissende für das gemeinsame Ziel.

Entstehung


Entstehung Torog Nais
Am Anfang war das Nichts. Und aus dem Nichts kam die Finsternis und die Finsternis war Barghaan, der Schöpfer. Und Barghaan nahm von Seiner geheiligten Finsternis, hielt Sie in Seiner Hand und sprach zu Ihr, dass Sie fest würde, zu feuchter Erde und Mutterboden. Er formte die Berge und die Täler, die Meere und die Küsten, die Flüsse und die Seen. Er bekleidete Seine nackte Schöpfung mit dem Gras und den Bäumen, mit Tieren groß und klein und hüllte sie in schützende Finsternis.Und Barghaan ging durch die Welt und sprach zur Welt und sie erblühte in Seiner warmen Finsternis. Aber leer war die Welt am Anfang noch. Ohne Wesen von Verstand. So kam ER zu dem Entschluß, Wesen zu schaffen, diese, Seine Welt zu bevölkern. Nach Seinem Bild schuf Er Seinen Erstgeborenen, gleich und doch anders, den Dijaidan, den Erstgeborenen unter den Kindern der Finsternis. Dann schuf Er aus der Finsternis, die Ihn umgab, Dinge mit Flügeln, groß und schwarz, und nannte sie Drachen. Dann schuf Er all die anderen Kreaturen der Finsternis, groß und klein, die Rasse der Dämonen, der Schatten und alles was diese Welt bevölkert. Zuletzt schuf Er den Menschen. Und zu den Menschen sprach Er: “Klein seid Ihr zwar in meinem Auge, aber nicht ohne Wert. Wisse denn, Mensch, dass Du die formbarste und veränderlichste aller Meiner Schöpfungen bist. Du, der am leichtesten von Meinem Pfad abweichen kannst, bist auch diejenige Kreatur, die auf ihm am weitesten gehen kann.” Und Er gab ihnen Sein Gesetz. Doch im Hintergrund, feige und schwach, sah Sein Bruder Bahamuth den Schatten der Schöpfung Barghaans. Und er versuchte es Ihm gleichzutun. Doch es misslang ihm und das einzige, was er in seinem Ungeschick schöpfen konnte, war eine große, gleißende Kugel, die alles versengte, was er auf ihr schöpfen wollte. Und weil er Barghaan Seine Schöpfung neidete, wollte er sie sich zu Eigen machen. So hing er seine Kugel neben die Barghaans und ließ sie die Schöpfung Barghaans versengen mit ihren Strahlen. In göttlicher Wut schlug Barghaan nach der gleißenden Kugel Seines Bruders, wobei sie in Stücke zerbarst, die zu Mond und Sternen wurden. Lange und bitter war der Kampf der Götterbrüder und er ist bis heute nicht beendet. Denn Bahamuth wollte die Folgen des Kampfes nicht sehen und so umarmte er seinen Bruder und riss ihn mit in die Unendlichkeit. Seit dieser Zeit wechseln Tag und Nacht einander ab, Winter folgt auf Sommer und Sommer auf Winter. Doch immer noch trachten Bahamuths verblendete Kreaturen danach, den wahren Gläubigen vom Weg abzubringen. Und von niedriger Gesinnung sind viele der ihrigen, zu begehren, was ihr Herr begehrte. Und was sie nicht erlangen können, versuchen sie zu zerstören.

Feinstruktur


Die Gemeinschaft

Der Name ist das höchste Gut des Einzelnen. Ohne Namen hat niemand Anspruch auf Recht und Besitz. Der Name ist ein Spiegel der eigenen Persönlichkeit und wird ausschließlich durch Taten, Leistungen und Beweise der eigenen Stärke erworben. Die erste Namensgebung beinhaltet die Aufnahme in einen der 125 Kreise der Gemeinschaft aufgrund eines Stärkebeweises. Als Stärkebeweis kann auch die Annahme des Glaubens an Barghaan gelten. Ein solcher Name hat nichts mit dem allgemeinen Rufnamen zu tun, der erworbene Name fungiert vielmehr als Ausdruck des Status und Titels, mit dem der Betreffende ehrfurchtsvoll angesprochen wird. Sklaven (Sluudsch) und andere Besitztümer haben keinen Namen, sondern führen lediglich einen Rufnamen, also eine Bezeichnung, auf die sie hören.

Die Kreise der Macht / Shuutak

Die Gemeinschaft der Kinder Barghaans ist in 125 Kreise der Macht unterteilt. Wobei der 125. der niedrigste und der 1. der höchste ist. Jedes vollwertige Mitglied der Gesellschaft hat einen Kreis inne. Nur wer in einen der Kreise aufgenommen wurde, hat in der Gesellschaft Rechte und wird als Person angesehen. Diese Kreise beschreiben die gesellschaftliche Stellung, die Macht und den Rang. Höherstehenden gegenüber ist Ehrfurcht vor ihrem Namen, Gehorsam und Respekt gegenüber ihrer Stärke zu erweisen, von niedriger Gestellten dagegen zu erwarten - ein Herr hat das Recht auf Ehrfurchtsbezeugungen durch seine Untergebenen als Zeichen der Anerkennung seines Namens, seiner Taten, seiner Stärke. Diese Anerkennung wird unter anderem in den 5 Graden der Ehrfurcht ausgedrückt. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kreis wird durch ein an der linken Seite des Halses sichtbares Symbol, das Shuutak, ausgedrückt. Dieses verändert sich bei einem Aufstieg in einen höheren, bzw. einem Abstieg in einen niedrigeren Kreis.

Zusammenleben im Dunklen Reich

Die Nocht oder Familie ist das Kernstück der Gesellschaft. Sie wird vom Familienoberhaupt, dem Shto Noch, beherrscht und in allen Angelegenheiten repräsentiert. Dieser ist für alle Familienmitglieder verantwortlich und Leib und Leben derer sind ihm anvertraut. Er kann frei über das Leben seiner Noch’Ti entscheiden. Die Familie und die dazugehörige Habe sind alleiniger Besitz des Shto Noch. Die Nocht besteht grundlegend aus einem Shto Noch und mindestens einem Noch’Ti. Ein Shto Noch hat stets einen eigenen Namen und einen eigenen Kreis. Ein Noch’Ti nicht. Es kommt vor, dass ein Kreisträger aus verschiedensten Gründen seinen Namen und seinen Kreis aufgibt um sich in eine Nocht zu begeben. So wird gewährleistet, dass das Schwache unter dem Starken bleibt. Familienoberhaupt ist allein der Stärkere. Der Schwächere legt, wenn schon vorhanden, seinen Namen nieder und ordnet sich somit unter. Er wird Bestandteil der Nocht und dadurch Besitz des anderen. Alles was er fortan im Positiven oder im Negativen tut, wird auf seinen Shto Noch zurückfallen. Dieser trägt die Verantwortung für seine Nocht und hat dafür Sorge zu tragen, dass seine Noch’Ti (Familienmitglieder) sich richtig verhalten. Sinn dieser Anordnung ist es, die Noch’Ti bis zu ihrer Namensgebung zu schützen und ihnen ein Vorbild zu sein. Außerdem profitiert der Shto Noch durch die (wenn auch geringere) Stärke und die daraus resultierenden Leistungen, da sie ja auf ihn zurückfallen, so als ob er sie selbst begangen hätte. Andererseits wird ein Shto Noch nicht mehr viel Wert auf das Leben eines Noch’Ti legen, welcher sich als durch und durch schwach erwiesen hat. Jedoch kann ein Shto Noch auch in den Kreisen zurückgestuft werden, wenn ihm Noch’Ti weglaufen oder sterben.

Die Praecones (Die Unberührbaren)

Die Unberührbaren stehen vollkommen außerhalb der Gesellschaft. Sie üben Boten-, Herolds- und Richterfunktionen aus und sind Augen und Ohren Barghaans. Wer sich gegen sie vergeht, vergeht sich gegen Barghaan. Sie sind durch eine Tätowierung gekennzeichnet, die an ein geflügeltes Auge erinnert. Sie wachen über die Selektion des Stärkeren und achten darauf, dass diese nach den Richtlinien des Gesetzes zum Nutzen der Gesellschaft vollzogen wird. Besonders beim Kanji sorgen sie durch Überwachung der Fehdebedingungen dafür, dass dadurch keine Schwächung für die Gemeinschaft entsteht. Andernfalls würde das ganze gesellschaftliche System instabil werden. Ihr Wort ist Gesetz und wird nicht angezweifelt.

Das Streben nach Stärke und Vollkommenheit (Die Fehde)

Die Fehde ist das Sinnbild des Sieges des Stärkeren über den Schwachen, der heilige Weg der Vervollkommnung. Dieses Ideal spiegelt sich auch im alltäglichen Leben der Gesellschaft wieder. Jedes Mitglied der Gesellschaft hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, die Schwachen aus ihren Positionen zu drängen und sich selbst als stark zu erweisen. Doch nicht immer muss dieses Prinzip zur Fehde führen, da diese stets mit Tod oder Unterwerfung endet. Die Kleine Fehde regelt die alltäglichen Rangkämpfe untereinander. Das Kanja kann ausgerufen werden um Besitz, um eine berufliche oder gesellschaftliche Position, nicht aber um den Kreis.
Die große Fehde (Kanji) hingegen verwirklicht das Prinzip des Stärkeren in der Gesellschaft. Durch sie können höhere Kreise errungen werden und schwache Mitglieder der Gesellschaft, die ihrem Kreis nicht mehr gewachsen sind, ausgelöscht werden. Sie ist das höchste Mittel zur Vollkommenheit der Kinder Barghaans. Jedem, der einen Namen trägt, ist es erlaubt, eine Fehde zu führen. Die Fehde richtet sich immer nur gegen einen anderen Namensträger.

Die Armeestruktur

Auch der Krieg fügt sich nahtlos in das System der Fehde ein. Ein Krieg ist eine Reichsfehde gegen ein anderes Land oder eine andere Gruppierung größeren Ausmaßes. Ein Dunkler würde nie sagen er führe Krieg, sondern er führe eine Fehde. Diese spezielle Art der Fehde wird ausgerufen, indem ein Mitglied eines höheren Kreises das Kanji gegen ein anderes Land erklärt und gestattet bekommt. So wie die Gesellschaft dazu existiert, die Kinder Barghaans stark werden zu lassen, so ist der Zweck der Armee diese Überlegenheit gegen Schwächere einzusetzen, um sie Torog Nai einzugliedern. Von der Philosophie her ist Torog Nai damit auf Expansion festgelegt. Zeichen der Schwäche, Unentschlossenheit, all das markiert ein anderes Land als potentielles Ziel für eine Fehde. Der Fehdeführer ruft seine Noch’Ti, Nok’Te und Freiwillige zur Armee zusammen und verteilt unter ihnen die militärischen Ränge für die Dauer des Kanji. Jetzt existiert eine militärisch strukturierte Armee, bereit durch Stärke das Schwache zu besiegen. Natürlich wird vom Fehdeführer keine Uneigennützigkeit erwartet - er kann die Kriegsbeute frei unter seinen Gefolgsleuten verteilen oder für sich behalten.Ein Kanji kann und darf in einer Fehdearmee nicht stattfinden. Jedoch kann man jederzeit seinen Vorgesetzten um seinen Posten in Form eines Kanja befehden.
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