Was ist Religion in Torog Nai?


Die Religion in Torog Nai ist keine Philosophie, sondern der Glaube an Barghaan, den Schwarzen Drachen, den Dolch der Nacht, den Herrn der Finsternis, den Schöpfer, den Einzigen, den Wahren und der weitere zahllose Namen trägt. Er ist existent, auch wenn Er zur Zeit nur schwer in die Geschicke Seiner Welt eingreifen kann. Er ist der Gott und einen Zweifel an Ihm gibt es nicht - höchstens Zweifel an sich selbst !

Er erschuf einst die Welt, auf der Seine Kinder in paradiesischer Finsternis wandelten. Es ist die Bestimmung aller Wesen Seiner Schöpfung, nach Seinen Gesetzen zu leben und zu handeln, und ein jeder, der sich dem widersetzt, leugnet seinen Schöpfer, oder begeht Verrat an Ihm.
Sein ist das Prinzip der Stärke, welches besagt, dass das Starke über dem Schwachen stehen soll und seine Gesetze sorgen dafür, dass dieses Prinzip gewahrt bleibt. Doch nicht alle Wesen Seiner Schöpfung sind dazu auserkoren, innerhalb der Gemeinschaft zu stehen. So stehen die Tiere zum Beispiel außerhalb und unterhalb der Gemeinschaft und sind nur geschaffen worden, um benutzt zu werden; obgleich auch sie aus reinem Instinkt und natürlicher, angeborener Veranlagung nach dem Prinzip der Stärke leben!

Doch nicht nur die Tiere, nein die gesamte Schöpfungswelt Barghaans wird durch das Prinzip der Stärke bestimmt. Er schuf die geisttragenden Wesenheiten (Menschen, Zwerge, Orks…) und gab ihnen Geschenke mit.
Eines dieser Geschenke war das Streben. Dieses Geschenk sollte ihnen die Möglichkeit geben, innerhalb der Gemeinschaft Seiner Kinder zu stehen, und wahre Stärke zu erlangen.

Es sollte ihnen ermöglichen, auf dem Weg in Seine Finsternis am weitesten zu wandeln. Aber es gab ihnen gleichzeitig auch die Möglichkeit, so sie sich als zu schwach erweisen, von Seinem Pfade abzukommen. Diese gelten als Verräter an ihrem Herrn und Schöpfer, denn es steht keinem Wesen dieser Welt zu, an seinem Gott und Schöpfer zu zweifeln. Dies ist eine Ausflucht, um sich seiner eigenen Schwäche nicht gewahr werden zu müssen. Wären sie stark, so würden sie in und an sich selbst zweifeln und ihren Platz in der Gemeinschaft Seiner Kinder einnehmen.
Für die Kinder Barghaans gibt es auch nicht Begriffe wie »Gut« und »Böse« im philosophischen Sinne, obwohl sich viele der Bedeutung im Klaren sind, die diesen Begriffen anderorts beigemessen wird. Für sie sind diese Begriffe nur Erfindungen, um den Verrat am Schöpfer und die Leugnung der eigenen Schwäche zu legitimieren. Natürlich werden auch in anderen Ländern tagtäglich Lebewesen hingerichtet, Schlachten geschlagen, Intrigen gesponnen und Machtpotentiale auf unmoralischen Wegen ausgebaut, aber Erfindungen wie »Gut« und »Böse« helfen ihnen, ihre Vorgehensweisen zu legitimieren und andere zu verachten.

Dieser Selbstbetrug ist der größte Verrat an ihrem Schöpfer, da er nur verinnerlicht wurde, um sich nicht Seinem Prinzip, dem Prinzip der Welt und dem Prinzip der Stärke unterordnen zu müssen; denn dies würde für sie bedeuten, ihre angebliche - denn überall gibt es hierarchische Systeme - Freiheit und die Stellung, die man, hauptsächlich durch das Geburtsrecht, inne hat, derer man sich aber nie für kompetent (stark) erweisen hat müssen, aufzugeben, um den Platz einzunehmen, der einem aufgrund der eigenen Kompetenz (Stärke) zusteht. Nachkommende Generationen dieser Verblendeten werden von Kindheit an dahingehend sozialisiert, dass sie diesen Selbstbetrug ihrer Vorfahren und deren Scheinmoral verinnerlichen. Ihnen wird der Zugang zu den Lehren Barghaans verweigert, oder unter dem Aspekt der Scheinbegriffe »Gut« und »Böse« erklärt, so dass die meisten Zeit ihres Lebens keine reelle Möglichkeit erhalten, sich ein objektives Bildnis ihres Daseins zu verschaffen, um den grundlegenden Fehler, nämlich das Zweifeln an seinem eigenen Schöpfer, zu erkennen. Dennoch geschieht es ab und zu, dass eine starke Seele diese Scheinmoral durchschaut und sich seinem Schöpfer zuwendet, um seinen Platz in der Gemeinschaft der Kinder Barghaans einzunehmen.

Der Weg in die Finsternis ist ein steiniger, doch die Kinder Barghaans gehen ihn mit Freude, denn dies ist der Weg, den ihr Schöpfer für sie bestimmt hat.

Es ist der Weg, der zu wahrer Stärke führt. Für die Kinder Barghaans stellt sich nicht die Frage, was ihnen ihr Gott denn so alles einbringt, oder was er für sie tun kann! Sie akzeptieren ihren Schöpfer bedingungslos und stellen sich höchstens die Frage, was sie noch tun können, um Ihm ihren bedingungslosen Gehorsam zu beweisen. – Denn Er ist der Schöpfer, der Wahre, der Einzige !

Auch ist es für die Kinder Barghaans wichtig, die Bedeutung Seiner Aspekte zu kennen, da ihre Auslegungen und Verdrehungen in den Reichen der Verblendeten zahlreich und wirr sind. Hier die Aspekte Barghaans mit ihrer grundlegenden Bedeutung, wobei darauf hingewiesen sei, dass diese natürlich wesentlich facettenreicher sind.

Jedoch nur Novizen und Priester sind strikt dazu angewiesen, sich mit den Aspekten, ausführlicher als hier beschrieben, zu befassen.


Grausamkeit und Blut
Grausamkeit ist der Teilaspekt, der das Leben Seiner Welt so darstellt, wie es eigentlich ist. Grausam und ohne eine illusionierende Maske zu akzeptieren.

Blut ist das Lebensfluidum, welches von Ihm gegeben wurde und welches Ihm als Zeichen von Loyalität dargeboten wird.


Krieg und Macht

Krieg ist der Weg, den Barghaan seinen Kindern schenkte, um sich miteinander zu messen. Das Messen ist ein essentieller Bestandteil des Prinzips der Stärke.

Macht und Machtgewinn soll das Ziel eines jeden Kindes Barghaans sein. Das Streben nach Macht ist ein Geschenk des Schöpfers und sichert die fortwährende Stärkung der Gemeinschaft.


Hass und Egoismus

Der Hass ist eines der Geschenke Barghaans. Es ist das Gefühl, welches, wenn es akzeptiert, verstanden und kontrolliert angewandt wird, von großem Nutzen sein kann; aber welches auch seinen Tribut fordert, wenn es unverstanden bleibt.

Der Egoismus ist wichtig für die Stärkung der Gemeinschaft. Solange ein jeder zu seiner eigenen Stärkung beiträgt und sich durch die Fehde über die stellt, die schwächer sind als er, bleibt gewährleistet, dass der Starke über dem Schwachen steht. Das ist das Prinzip der Stärke.


Chaos und Verschlagenheit

Chaos beinhaltet das Werden und Vergehen, das Wiederentstehen und Wiedervergehen. Chaos ist Veränderung. Veränderung ist Sein Wille, denn Stagnation ist Rückschritt. Dies natürlich im Rahmen Seiner Gesetze.

Verschlagenheit ist die Fähigkeit, glauben zu machen, was nicht ist. Der Starke erkennt dies. Verschlagenheit ist eine Art der Prüfung und ständige Prüfung ist eine Notwendigkeit des Prinzips der Stärke.


Tod und Lüge

Der Tod ist notwendig, denn er ist das Vergehen. Ohne Vergehen gibt es kein Wiederentstehen. Es ist der kontinuierliche Fortlauf der Dinge, welcher das Prinzip der Stärke vollendet. Der Tod ist der Übergang ins Kontinuum. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem.

Die Lüge ist eine Prüfung, die jedem Kind Barghaans immer und überall begegnen kann. Sie geschickt zu weben ist eine Kunst. Sie zu erkennen ist Wissen. Wissen ist Stärke.

Barghaans Wille ist die Wiedergeburt, auf dass ein jeder nach seinem Tode in das Kontinuum eingeht, um irgendwann wiedergeboren zu werden und die Seele weiter zu stärken. Man sagt, dass eine starke Seele, die ins Kontinuum eingeht, bei ihrer Wiedergeburt als mindestens ebenso starkes Kind Barghaans zurückkehren wird - womöglich sogar gleich in die Nocht einer ähnlich starken Person - , um auf dem Weg der Macht zu größerer Stärke zu wandeln. <7td>
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